F.A.Q. für Mitglieder und Interessenten

# Was bedeutet eine Mitgliedschaft in der Solawi-Mainz

Mit einer Mitgliedschaft wirst du zu einem halben oder wahlweise einem ganzen Anteil (von insgesamt 105) Teil unserer Garten-Kooperative. Wir organisieren uns ehrenamtlich als eingetragener Verein, um innerhalb unserer Gemeinschaft Lohnkosten für frei GärtnerInnen plus Pacht für Grund und Boden in Gonsenheim plus Inventar eines Gärtnereibetriebs unterhalten zu können. Ein Ernteanteil der SoLaWi bringt auch eine gewisse Verantwortung gegenüber den Angestellten, dem Gemüse und der Umgebung mit sich.

Für die Dauer eines Wirtschaftsjahres von 12 Monaten legt ein Mitglied den Solidarbeitrag verbindlich fest. Somit kann die Solawi wirtschaftlich gesichert bestehen.

# Wieviel Solidarbeitrag soll ich zahlen?

Jedes Mitglied entscheidet über die Höhe des Solidarbeitrags selbst. Wichtig ist lediglich, dass die Mitgliedergemeinschaft mittels der Solidarbeiträge das gesamte Jahresbudget (Lohnkosten, Pachtkosten, Verbrauchsmittel, ...) gemeinsam deckt. Der Wirtschaftsplan wird jeweils im Detail an der Jahreshauptversammlung vorgestellt, diskutiert und festgelegt. An diesem Termin wird auch der Solidarbeitrag mittels Bieterrunden-Verfahren für das jeweilige Wirtschaftsjahr festgelegt.

Das Orga-Team möchte bewusst davon absehen einen spezifischen Betrag oder Mittelwert für den Solidarbeitrag zu nennen, da jedes Mitglied die Möglichkeit haben soll zu zahlen was er / sie aufbringen und verantworten kann / möchte. Lediglich das Gesamtbudget wird kommuniziert.

# Wie hoch sollte meine Kapitaleinlage sein?

Mittels eines zinslosen Darlehens wird ein Mitglied Miteigentümer am Grundkapital, welches unser landwirtschaftliche Betrieb im März 2016 aufbringen musste um mit dem Projekt starten zu können (Traktor, Werkzeuge, Saatgut, ...). Jedes Mitglied kann selbst über die Höhe des Darlehens entscheiden. Wichtig ist lediglich, dass die Mitgliedergemeinschaft mit 105 Ernteanteilen mittels der Darlehen das Grundkapital gemeinsam deckt.

# Erntetag, Abholzeiten und Abholgemeinschaften

Donnerstag ist Erntetag! Im Anschluss zur Ernte ist das Gemüse ab 18Uhr bereit zur Abholung. Entsprechend der jeweiligen Ernteanteilsgröße kann jedes Mitglied den Anteil selbst abwiegen. Die Gärtner notieren im Erntebuch mit entsprechenden Mengenangaben die gesamte Ernte, und wie viel von jeder Sorte abgewogen werden kann.

Innerhalb Mainz und Umgebung haben sich bereits einige Abholgemeinschaften zusammengefunden. Diese organisieren sich grundsätzlich selbst und richten gegebenenfalls ein Abholdepot ein, sodass Teilnehmer nicht bis nach Gonsenheim pendeln müssen. Es gibt bereits Abholgemeinschaften in der Neustadt, Oberstadt, Mombach, Bretzenheim, Finthen und für Layenhof/Wackernheim.

Die Abholzeiten in Gonsenheim sind donnerstags 18 bis 21 Uhr und freitags 10 bis 21 Uhr.

# Mitarbeit

Prinzipiell steht es jedem Mitglied frei sich entsprechend der individuellen Möglichkeiten und Vorlieben zu engagieren. Allerdings gilt: je mehr Mitglieder sich mit Rat und Tat in der Solawi-Mainz einbringen können, umso erfolgreicher wird sich das Projekt entwickeln. Unsere GärtnerInnen freuen sich immer über helfende Hände auf den Äckern.

Hilfe bei Gemsüseanbau und Ernte wird grundsätzlich von unseren GärtnerInnen koordiniert. Darüber hinaus gibt es über das Jahr einige Ernteaktionen, die mit Vorlauf geplant und angekündigt werden. Aber auch unter der Woche ist Mitarbeit immer willkommen, besonders am Erntetag (jeder Donnerstag). Absprache erfolgt am einfachsten direkt mit unseren GärtnerInnen.

Aber auch über die Gartenarbeit hinaus gibt es viele Möglichkeiten sich einzubringen. Es gibt verschiedene unabhängige Arbeitskreise (Finanz-AK, Mitglieder-AK, PR-AK) deren Koordination im Orga-Team zusammenläuft. Das Orga-Team trifft sich in der Regel im zweiwochen-Rhytmus, jedes Mitglied ist hier herzlich willkommen, um vorherige Absprache wird gebeten.

# wichtige Dokumente für die Mitgliedschaft

Der Mitgliedsvertrag:

In diesem Dokument werden alle (vereinsorganisatorisch) stimmberechtigten Personen manifestiert. Bei einem halben Ernteanteil sind dies bis zu zwei Personen, bei einem ganzen Anteil bis zu vier Personen. Die Dauer der Mitgliedschaft ist unbegrenzt, eine Kündigung muss dem Vorstand schriftlich (Postweg oder Email) mit der Berücksichtigung einer 3 monatigen Kündigungsfrist mitgeteilt werden.

Dokument für den Solidarbeitrag

Hier wird der monatliche Solidarbeitrag festgelegt, welcher jedes Mitglied in der jährlichen Jahreshauptversammlung im Bieterrunden-Verfahren für das jeweilige Wirtschaftsjahr selbst festlegen kann. Die Zusage des Solidarbeitrags seitens der Mitglieder gegenüber dem Orga-Team ist für 12 Monate (die Dauer eines Wirtschaftsjahres) verbindlich. So ist die wirtschaftliche Planungssicherheit für die Solawi Mainz gewährleistet.

SEPA Lastschriftmandat:

Mittels dieses Dokumentes kann das Mitglied dem Finanz-AK die Einzugsermächtigung für den monatlichen Solidarbeitrag erteilen.

Darlehensvertrag:

Der Darlehensvertrag für die Kapitaleinlage muss in zweifacher Ausführung vorliegen, damit er vom Vorstand gegengezeichnet an das jeweilige Mitglied zurückgesendet werden kann. Das zinslose Darlehen wird im Rahmen der Kündigung der Mitgliedschaft zurückerstattet.

Die Vereinssatzung

In der Vereinssatzung sind jegliche Rahmenbedingungen der Mitgliedschaft und der Vereinsorganisation festgelegt.

# Wann kann ich Mitglied in der Solawi werden?

Da wir aktuell unser Kontingent an Ernteanteilen mit aktiven Mitgliedern ausgeschöpft haben ist eine neue Mitgliedschaft prinzipiell nur dann möglich, sobald ein bestehendes Mitglied die Gemeinschaft verlassen muss / möchte. Da die Mitglieder dem Orga-Team eine 12 monatige verbindliche Zusage für ihren Solidarbeitrag erteilt haben bleibt die Mitgliedergemeinschaft im Idealfall für die Dauer eines Wirtschaftsjahres (z.B. März 2018 bis einschließlich Februar 2019) unverändert. Wenn ein Mitglied aus individuellen Gründen aus der Solawi während des Wirtschaftsjahres austreten muss, kontaktieren wir Interessenten in chronologischer Reihenfolge und bieten ihnen die Übernahme des jeweiligen Anteils zu den selben Konditionen an. So ist gewährleistet, dass der Wirtschaftsplan unberührt bleibt. Kündigungen zum Ende des Wirtschaftsjahres werden zum Beginn des darauf folgenden Wirtschaftsjahres aufgefüllt. Auf diesem Wege können neue Mitglieder sowohl als auch alle bestehenden Mitglieder innerhalb der Jahreshauptversammlung ihren eigenen Solidarbeitrag im Bieterrundenverfahren festlegen.