17. April 2021: 25 Jahre Bauernkämpfe: Ernährungssouveränität verwirklichen

Die Solidarische Landwirtschaft (SOLAWI) Mainz beteiligt sich am internationalen Tag des bäuerlichen Widerstands.
Am 17. April 2021 jährt sich zum 25sten Mal der «Tag des bäuerlichen Widerstands»[1].

Auf dem Welternährungsgipfel 1996 in Rom hat LA VIA CAMPESINA die Forderung nach Ernährunssouveränität als Ziel der weltweiten (Klein)Bäuerinnenbewegung formuliert: Ernährungssouveränität ist das Recht der Menschen, gesunde, nahrhafte Lebensmittel klimatisch und kulturell angemessen und autonom zu produzieren, mit lokalen Ressourcen und agrarökologischen Mitteln, um vor allem den lokalen Ernährungsbedürfnissen gerecht zu werden. Ernährungssouveränität ist die Voraussetzung um weltweit Ernährungssicherheit zu erreichen.


Stellungnahme der AG RECHTE TENDENZEN des Netzwerks der Solidarischen Landwirtschaft zu den aktuellen Querfront-Corona-Protesten

Mit Sorge beobachtet die AG Rechte Tendenzen und der Rat des Netzwerkes Solidarische Landwirtschaft die in vielen Städten wöchentlich stattfindenden „Hygiene“-Demos der sogenannten „Corona-Rebellen“ gegen die Kontaktbeschränkungen im Zuge der Covid-19-Pandemie. Personell reicht das Spektrum der Teilnehmerinnen von vom Staat enttäuschten Bürgerinnen, Impfgegnerinnen über Verschwörungs-theoretikerinnen bis hin zu Reichsbürger*innen. Zunehmend treten auf diesen Demonstrationen Personen aus dem rechtsradikalen Spektrum und Verschwörungsideolog*innen meinungsführend in Erscheinung.

Weiterlesen auf der Seite des Netzwerks (muss etwas nach unten gescrollt werden um diese Stellungnahme zu erreichen)


Was ist Solidarische Landwirtschaft?

Jede Woche frisches Biogemüse das direkt vor der eigenen Haustür gewachsen ist, du kennst den Acker und die GärtnerInnen, hilfst – sowie du kannst – ein paar Mal im Jahr mit und bist an den Entscheidungsprozessen beteiligt. Die GärtnerInnen wissen sicher, dass sie all ihr Gemüse loswerden und genauso sicher, dass sie ihren Lohn bekommen.

Dieses Konzept der selbstorganisierten, nicht-industriellen, marktunabhängigen Nahrungsmittelversorgung heißt „Solidarische Landwirtschaft“ oder „CSA“ (Community supported Agriculture). Hierbei übernimmt eine Gruppe von Menschen die Verantwortung für einen landwirtschaftlichen Betrieb (in unserem Fall eine Gärtnerei), finanziert diesen und erhält im Gegenzug die Ernte.

Weiterführende Informationen:

Das ‚Solidarische Landwirtschaft‘-Netzwerk bietet viele Infos und Definitionen rund ums Thema: https://www.solidarische-landwirtschaft.org/startseite/

Der Dokumentations-Film ‚Die Strategie der krummen Gurken‘ beschreibt das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft am Praxisbeispiel ‚GartenCoop Freiburg‘: http://www.cinerebelde.org/die-strategie-der-krummen-gurken-p-121.html?language=de

Über Uns

„Wir ernähren uns selbst – unabhängig von Konzernen, nach ökologischen Grundsätzen und mit vereinten Kräften“ – das ist die Idee, die hinter „Solidarischer Landwirtschaft “ – kurz: Solawi – steht!

Dazu haben die mittlerweile über 300 Mitglieder der Solawi Mainz einen eigenen Landwirtschaftsbetrieb gegründet, Maschinen und Saatgut gekauft, Pachtverträge abgeschlossen und vier Gärtner*innen engagiert. Finanziert wird der Betrieb nach dem Prinzip eines fairen Finanzausgleichs: Wer mehr hat, gibt auch mehr, damit alle unabhängig von ihrem Einkommen mitmachen können.

Nicht der Markt bestimmt also, was zu welchem Preis und auf welche Weise angebaut wird, sondern wir selbst entscheiden – die Mitglieder der Solawi Mainz! Wer bei uns mitmacht, kauft also nicht ein einzelnes Lebensmittel, sondern er verantwortet die gesamten Anbau mit: von der Aussaat bis zur Ernte, von der Finanzierung  bis zur Verteilung der Lebensmittel. Dafür teilen wir uns die Ernte ebenso wie die Aufgaben, Kosten  und Risiken. Und wir übernehmen Verantwortung: für unser Stück Land, für unseren Betrieb und für die Menschen, die für uns arbeiten. „Über Uns“ weiterlesen